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Du lebst mit der Faktor-5-Leiden-Mutation, dann erfordert die Wahl deiner Verhütungsmethode ganz besondere Sorgfalt. Faktor-5-Leiden ist mit einer Häufigkeit von 5 % der häufigste angeborene Thrombose-Risikofaktor in Europa. Kombinierte hormonelle Verhütungsmittel wie
die Pille kann das Thromboserisiko für Betroffene bis zu 30-fach erhöhen. Welche Verhütung sicher ist, erfährst du hier.

Was ist eine Faktor-5-Leiden-Mutation?

Faktor-5-Leiden bzw. Faktor-V-Leiden ist ein angeborener Blutgerinnungsdefekt am Blutgerinnungsfaktor 5 (griechisch: V). Diese Erkrankung kommt vorwiegend in der europäischen Bevölkerung vor und ist hier mit einer Prävalenz von 5 % der häufigste angeborene Thrombose-Risikofaktor.

Blutgerinnung ist ein recht komplexer Vorgang: Die Blutgerinnungsfaktoren sorgen dafür, dass unser Blut klumpen kann, wenn es muss. Einer dieser Faktoren heißt Faktor V oder auch Faktor 5 und wird in der Leber hergestellt. Durch das Faktor-5-Leiden sind die Strukturen dieses Blutgerinnungsfaktors minimal verändert. Das führt dazu, dass Menschen mit dieser Mutation ein erhöhtes Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln haben, da ihr Blut schneller gerinnt als üblich. Normalerweise verhindert ein Gegenspieler des Faktors V, das aktivierte Protein C (APC), eine übermäßige Blutgerinnung. Aber durch diese kleine Veränderung im Faktor V kann das APC den Faktor V nicht mehr so gut hemmen, wie es sollte. Man sagt daher auch, der Faktor V ist resistent, und bezeichnet die Erkrankung als APC-Resistenz.

Risiken bei der Verhütung mit Faktor-5-Leiden

Das erhöhte Thromboserisiko stellt den größten Gefahrenfaktor für Menschen mit der Faktor-5-Leiden-Mutation dar. Thrombosen sind ernst zu nehmende gesundheitliche Ereignisse, die durch die Bildung von Blutgerinnseln innerhalb von Blutgefäßen charakterisiert sind. Diese Gerinnsel können dann die Gefäße verstopfen und so einen sicheren Transport von Blut und Sauerstoff im Körper beeinträchtigen.

Thromboserisiko und die Wahl der Verhütungsmethode

Hormonbasierte Verhütungsmethoden, die auf Basis von Östrogenen wirken, können ebenfalls das Thromboserisiko erhöhen. Nachgewiesen fördern Östrogene die Produktion von Gerinnungsfaktoren und hemmen gleichzeitig die Produktion von Gerinnungssubstanzen, die dem entgegenwirken. Die genetische Disposition von Frauen mit Faktor-5-Leiden-Mutation in Kombination mit hormonellen Verhütungsmethoden bedeutet ein potenziell höheres Risiko für ernsthafte Gerinnungsprobleme. Du solltest daher auf hormonelle Verhütungsmethoden wie die Pille, Hormonimplantate oder den NuvaRing verzichten, da diese Methoden das Thromboserisiko weiter verstärken.

Empfehlungen bei hormoneller Verhütung mit Faktor-5-Leiden-Mutation

Selbst unter Medizinerinnen und Medizinern herrscht in Bezug auf die geeignete Empfängnisverhütung Uneinigkeit. Deshalb empfehlen unterschiedliche Gynäkologinnen und Gynäkologen auch unterschiedliche Verhütungsmaßnahmen bezüglich einer geeigneten Kontrazeption. Die einen lehnen hormonelle Verhütung kategorisch ab, die anderen empfehlen die Anwendung hormoneller Verhütungsmittel auf Gestagen-Basis.

Gestagen-basierte Verhütungsmittel

Gestagen-basierte Verhütungsmethoden wie die Minipille enthalten keine Östrogene. Deshalb gelten sie als sichere Option für Frauen mit der Faktor-5-Leiden-Mutation. Ob sie wirklich so sicher sind, ist allerdings aufgrund fehlender Studien nicht geklärt.

Ohne Hormone kein weiteres Risiko

Für Frauen mit der Faktor-5-Leiden-Mutation ist Verhütung ohne Hormone oft die sicherste Wahl, da sie keinen Einfluss auf die Blutgerinnung nehmen und somit das Thromboserisiko nicht erhöhen. Zu den hormonfreien Optionen zählen unter anderem die natürlichen Verhütungsmethoden, die allerdings einen höheren Aufwand erfordern, da sie eine genaue Beobachtung und Dokumentation des Menstruationszyklus voraussetzen. Mechanische Verhütungsmittel wie Kondome und Frauenkondome oder Diaphragmen sind ebenfalls hormonfrei und bieten den Vorteil, dass sie nur bei Bedarf verwendet werden müssen. Diese Methoden erfordern jedoch eine konsequente und korrekte Anwendung bei jedem Geschlechtsverkehr, um effektiv zu sein.

Langzeitverhütung

Wenn du eine weniger zeitintensive Verhütungsoption bevorzugst, könnten Langzeitverhütungsmethoden wie die Kupferkette GyneFIX®, die Kupferspirale oder der Kupferperlenball eine gute Lösung für dich sein. Diese Methoden bieten nicht nur den Vorteil, hormonfrei zu sein, sondern schützen dich auch langfristig vor einer Schwangerschaft, ohne dass du täglich daran denken musst. Sie werden einmal eingesetzt und bieten dann für mehrere Jahre zuverlässigen Schutz.

Kupferkette GyneFIX® als sichere Alternative

Eine effektive und sichere Alternative zur Verhütung mit Faktor-5-Leiden-Mutation stellt die Kupferkette GyneFIX® dar. Diese hormonfreie Alternative besteht aus einer kleinen Kupferkette und zählt zu den Kupfer-IUD (Intrauterine Devices). Das bedeutet, sie wird direkt in die Gebärmutterhöhle eingesetzt. Dort kann die Kette  je nach Modell für 5 oder 10 Jahre verbleiben. Die daraus resultierenden Kosten haben wir dir in unserem Artikel Was kostet die Kupferkette GyneFIX® transparent aufgeschlüsselt. Das Besondere an der filigranen Kupferkette ist, dass sie sich flexibel an deine Gebärmutter anpasst und aufgrund der Wirkung ohne Hormone kaum Nebenwirkungen hervorruft. Du wirst sie daher kaum bemerken, bist aber trotzdem sicher geschützt.

Mit unserem Praxisfinder kannst du schnell und einfach eine GyneFIX®-Praxis finden, die in deiner Umgebung liegt.

„Da bei mir eine genetische Blutgerinnungsstörung diagnostiziert wurde, wäre hormonelle Verhütung ohnehin keine Lösung mehr. Ich bin doppelt froh, auf die GyneFIX umgestiegen zu sein.“

FAQ: Häufige Fragen zur Faktor-5-Leiden-Mutation

Östrogenhaltige Pillen und andere kombinierte hormonelle Kontrazeptiva erhöhen das Risiko für Thrombosen und sind bei Faktor-5-Leiden nicht die erste Wahl. Auch reine Gestagen-Präparate werden zwar von Leitlinien teils zugelassen, einzelne Fallberichte zeigen aber, dass selbst darunter Thrombosen auftreten können, sodass sorgfältig abgewogen werden sollte. Sprich unbedingt mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen über dein persönliches Risiko und mögliche hormonfreie Alternativen.

Nein. Ein routinemäßiges Thrombophilie-Screening auf Faktor-5-Leiden ist in den meisten Leitlinien nicht vorgesehen, sondern wird vor allem bei familiärer Vorbelastung oder bereits aufgetretenen Thrombosen diskutiert. Wenn in deiner Familie Blutgerinnsel, Lungenembolie oder frühe Thrombosen bekannt sind, solltest du dies vor Beginn einer hormonellen Verhütung unbedingt mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprechen. Gemeinsam könnt ihr entscheiden, ob ein Test sinnvoll ist und ob eine hormonfreie Verhütung für dich sicherer ist.

Ja. Die Kupferkette GyneFIX® ist eine hormonfreie Langzeitverhütung und hat keinen Einfluss auf deinen Hormonhaushalt oder die Blutgerinnung. Gerade Frauen mit Thromboseneigung oder Faktor-5-Leiden schätzen an Intrauterinpessaren auf Kupferbasis wie der Kupferkette, dass sie zuverlässig schützen, ohne das bestehende Thromboserisiko zu steigern. Lass vor einer Entscheidung in einer gynäkologischen Praxis in Deutschland prüfen, ob deine Gebärmutter anatomisch geeignet ist.

GyneFIX® bei Faktor-5-Leiden: ohne Einfluss auf die Blutgerinnung

Die Kupferkette hat keinen Einfluss auf den Hormonhaushalt und erhöht das Thromboserisiko nicht. Im Praxisfinder findest du eine Ärztin oder einen Arzt in deiner Nähe, der prüfen kann, ob die Kette für dich anatomisch geeignet ist.

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Du brauchst vorab mehr Informationen? Nimm online an unserem Zoom-Meeting mit Experte Dr. Ansgar Pett teil. Er blickt auf über 30 Jahre Erfahrung mit GyneFIX® zurück.

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gynaekologe dr ansgar pett