Verhütungsmittel im Vergleich: 12 Methoden mit Pearl-Index
Welche Verhütungsmethode passt zu mir? Die Antwort hängt von drei Faktoren ab: Sicherheit (Pearl-Index), Hormone ja oder nein, und wie viel Aufwand du im Alltag willst. Die Tabelle unten zeigt alle 12 Methoden direkt im Vergleich. Scrolle danach weiter für die ausführliche Einschätzung jeder Methode.
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Kupferkette GyneFIX®
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Kupferspirale
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Hormonspirale
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Pille / Minipille
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Hormonring
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Hormonimplantat
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Kondom
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Femidom
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Diaphragma
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Natürliche Familienplanung (NFP)
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Verhütungscomputer
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Sterilisation
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Pearl-Index¹ | 0,1 - 0,5 | 0,6 | 0,5 | 0,3 | 0,3 | 0,1 | 2 - 7 | 4 - 18 | 2 - 7 | 4 - 24 | 0,1 - 0,5 | 6 |
| Anwendungszeitraum | 5 oder 10 Jahre | 3, 5 oder 10 Jahre | 5 Jahre | täglich | 3 Jahre | 3 Jahre | einmalig | einmalig | einmalig | täglich | täglich | lebenslang |
| Hormone | nein | nein | ja | ja | ja | ja | nein | nein | nein | nein | nein | nein |
| Nebenwirkungen | Blutung verstärkt, Schmierblutungen | Blutung verstärkt, Krämpfe | Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Migräne, Haarausfall, Brustschmerzen | Zwischenblutungen, Brustspannen, Übelkeit, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen | Bauchschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Wassereinlagerungen, Stimmungsschwankungen, verringerte Libido, Vaginalinfektionen, Ausfluss | Zyklusstörungen, Zwischen- und Schmierblutungen, Stimmungsschwankungen, verringerte Libido, Akne, Haarausfall | keine | keine | Scheideninfektion, Blasenentzündung | keine | keine | Narkoserisiko, innere Blutungen, Verletzung des Darms |
| Kosten (Euro) | 450 - 650 | 120 - 300 | 300 - 850 |
bis 21 Jahren: 5,- Rezeptgebühr ab 22 Jahren: 20 - 40 (alle 3 Monate) |
10 - 25 / Monat | 300 - 350 | 0,50 - 2,50 / Packung | 3 - 5 / Packung | 30 - 70 | Thermometer, Schreibblock, ggf. Schulung und App |
<100 bis mehrere 100 + Urin-Teststreifen + Apps, oft kostenlos (Nutzerinnen bezahlen mit ihren Daten) |
Vasektomie 300 - 500 Tubenligatur 600 - 1000 |
| STIs | kein Schutz | kein Schutz | kein Schutz | kein Schutz | kein Schutz | kein Schutz | Schutz | Schutz | kein Schutz | kein Schutz | kein Schutz | kein Schutz |
Wie du dein passendes Verhütungsmittel findest
Mit der Entscheidungsfreiheit kommt oftmals auch die Qual der Wahl. Welches ist das beste Verhütungsmittel für mich? Soll es eine langfristige Verhütungsmethode sein oder soll sie jederzeit einfach rückgängig zu machen sein? Möchtest du deinen natürlichen Zyklus mit Eisprung und Menstruation beibehalten, oder nicht? Bist du bereit, Hormone zu nehmen oder suchst du eine hormonfreie Verhütung. Heutzutage hast du die Möglichkeit, zwischen diesen Faktoren frei zu entscheiden. Trotzdem bringt es auch viel Unsicherheit mit sich. Was, wenn ich mich nachher für das falsche Verhütungsmittel entscheide und ein anderes doch besser gewesen wäre?
Das Wichtigste an dieser Stelle ist, dass es das perfekte Verhütungsmittel nicht gibt. Es gibt nur eine Methode, die am besten zu dir und deiner Lebenssituation passt und den kleinsten Kompromiss darstellt.
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„Ich hatte vier Pillen und zwei Hormonringe und bin mit nichts klargekommen. Ich finde es eine Unverschämtheit, wie schnell eine Pille gerade jungen Mädchen verschrieben wird, als wäre es ein harmloser Bonbon, ohne nach einer hormonfreien Lösung zu suchen.“
Erfahrungsbericht aus 2025
Um das beste Verhütungsmittel für dich zu ermitteln, solltest du dir die richtigen Fragen stellen, um zumindest eine Einschränkung zu erhalten. Hierfür kannst du auch wieder unseren Verhütungsmittel-Vergleich nutzen. Möchtest du Hormone nehmen, wünschst du eine Langzeitmethode… Setze dich hin, nimm dir Zeit und beantworte dir diese Fragen ehrlich. Es ist schließlich dein Körper, der nachher mit der gewählten Verhütung zurechtkommen muss.
Die Beantwortung dieser Frage wird dir dabei helfen, deine Auswahl erheblich einzugrenzen. In dieser Entscheidung spielen Aspekte wie Gesundheit und persönliche Präferenzen eine wichtige Rolle. Generell sollte dir bewusst sein, dass dieser Entschluss sehr vielschichtig ist und meistens nicht einfach beantwortet werden kann.
- Die hormonelle Verhütung bietet dir eine hohe Sicherheit und kann sich in bestimmten medizinischen Fällen wie z.B. Endometriose positiv auf Beschwerden, dein Blutungsmuster und dein Wohlempfinden auswirken. Dennoch verursacht die hormonelle Verhütung wie mit der Pille und auch der Hormonspirale systemische Nebenwirkungen und birgt auf eine lange Anwendungszeit hin gewisse Gesundheitsrisiken.
- Die hormonfreie Verhütung kann mindestens genauso sicher sein: Mehr dazu in unserem Artikel
„Pearl-Index: Verlässlichkeit von Verhütungsmitteln erklärt“. Der wichtigste Punkt hierbei ist, dass die hormonfreie Verhütung dir eine natürliche Körpererfahrung möglich macht, während du vor einer ungewollten Schwangerschaft geschützt bleibst. Oft besteht der Wunsch nach einer körperbewussten Verhütungsmethode, die im Einklang mit dem natürlichen Zyklus funktioniert. In diesem Fall bieten sich Verhütungsmethoden wie eine Spirale ohne Hormone, darunter auch die Kupferkette GyneFIX® sowie Barrieremethoden (Kondom / Frauenkondom, Diaphragma) als Ergänzung zur natürliche Familienplanung an.
Eine umfassende Beratung mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt hilft dir dabei, eine Entscheidung zu treffen.
Bei der Suche nach einer passenden Verhütungsmethode solltest du dich fragen, wie viel Aufwand du bereit bist, für deine Verhütung aufzubringen. Meistens ist diese Frage eng mit deinem Lebensstil verknüpft.
- Verhütungsmethoden mit wenig Aufwand wie die Kupferkette GyneFIX® bieten dir den Vorteil, dass du nicht täglich und bei jedem Geschlechtsverkehr daran denken musst. Viele schätzen ein fit-and-forget-Prinzip, besonders dann, wenn man eher einen hektischen Lebensalltag hat.
- Verhütungsmethoden mit mehr Eigeninitiative wie die NFP-Methoden, aber auch die Verwendung von Kondomen oder dem Diaphragma, benötigen Disziplin und Sorgfalt. Hier spielen Planung und eine stetige Aufmerksamkeit eine große Rolle. Ein regelmäßiger und zuverlässiger Lebensstil ist für diese Methoden von Vorteil. Manche Frauen berichten, dass sie den höheren Aufwand und die intensivere Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und der Partnerschaft als positiv wahrnehmen.
Wichtig bei dieser Entscheidung ist, dass du dich ehrlich fragst, wie viel Bequemlichkeit du brauchst und wie intensiv du dich zukünftig mit deinem Zyklus auseinandersetzen möchtest. Zusätzlich spielt auch die aktuelle Lebenssituation eine entscheidende Rolle.
Das eigene Sexualleben ist sehr persönlich und wird von jedem unterschiedlich gestaltet. Bei wechselnden Partnern spielen jedoch der gesundheitliche Aspekt und die Frage nach der Verantwortung eine nochmals größere Rolle. Das liegt daran, dass das Risiko für Infektionen davon abhängt, mit wie vielen verschiedenen Personen eine Frau und ihr Partner Sexualkontakte haben. Deshalb kommt in diesem Fall zusätzlich zum Verhütungsaspekt noch der Schutz der eigenen Gesundheit hinzu. Bis heute sind das Kondom und das Frauenkondom die einzigen Verhütungsmittel, die in dieser Hinsicht Schutz bieten. Darum solltest du zu deinem Schutz immer zusätzlich mit Kondom verhüten!
Bedenke allerdings, dass eine Verhütung, ausschließlich auf Kondomen basiert, keinen sehr zuverlässigen Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft bietet. Es ist daher sinnvoll, das Kondom als Ergänzung zu einer bereits bestehenden Verhütungsmethode zu verwenden.
Heutzutage gewinnt auch die Beziehung zwischen unserem Verhalten und der ökologischen Vertretbarkeit immer mehr an Bedeutung. Viele wünschen sich, nach nachhaltigen Standards handeln und entscheiden zu können. Wiederverwendbare Verhütungsmittel wie eine Hormonspirale oder Kupferspirale oder ein Diaphragma können da mit ihrer Langwirksamkeit punkten. Spielt das Thema Nachhaltigkeit für dich eine große Rolle, solltest du auf hormonelle Verhütungsmethoden eher verzichten. Hormone zählen auch als Abfallprodukt und landen meistens im natürlichen Wasserkreislauf, da sie über unsere Kläranlagen nicht herausgefiltert werden können. Die Verwendung von Kondomen produziert generell viel Müll und kommt oft nicht ohne Tierversuche aus, allerdings gibt es auch hier Ansätze und Marken, die Alternativen schaffen und tierversuchsfrei und vegan herstellen.
Am besten schneiden jedoch die Kupferkette GyneFIX®, eine Kupferspirale, Goldspirale und die natürliche Familienplanung (NFP) ab. Bei den IUD (Intrauterine Devices) überzeugt vor allem auch die lange Anwendungszeit hinsichtlich des Nachhaltigkeitsaspekts. Die Kupferkette kann einmal eingesetzt, je nach GyneFIX® Modell, bis zu 5 oder sogar 10 Jahre ohne Sicherheitsverlust angewendet werden.
Das Karussell der Verhütungsmittel
Pille (hormonelle orale Kontrazeptiva)
Die Pille gehört zu den in Deutschland am weitesten verbreiteten Verhütungsmitteln und ist seit den 60er-Jahren auf dem Markt. Genau deshalb beginnen wir unseren Verhütungsmittel-Vergleich auch mit ihr. Sie enthält Hormone, die den weiblichen Eisprung unterdrücken und so verhindern, dass sich Follikel zu einer befruchtungsfähigen Eizelle entwickeln (Ovulationshemmer). Bei korrekter Einnahme ist die Pille sehr sicher. Da die Pille jedoch täglich eingenommen werden muss, kann es zu Anwendungsfehlern kommen. Etwa wenn die Einnahme der Pille vergessen wird oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten (z.B. Antibiotika oder Johanniskraut) die hormonelle Wirkung aufheben oder schwächen. Auch Erbrechen und Durchfall beeinträchtigen die Wirkung. Bei Raucherinnen kann die Pille das Risiko für Thrombosen nachweislich erhöhen. Zudem können orale hormonelle Kontrazeptiva das Risiko für Brustkrebs erhöhen. Die Pille bietet keinen Schutz vor Geschlechtskrankheiten. Nach dem Absetzen der Pille kann es mehrere Monate dauern, bis die Frau wieder ihren natürlichen Zyklus zurückerlangt und schwanger werden kann.
- Hohe Sicherheit bei fehlerfreier Einnahme
- Kann Hautprobleme positiv beeinflussen
- Kann starke Regelschmerzen lindern
- Einfluss auf den Hormonhaushalt des Körpers
- Systemische Nebenwirkungen
- Veränderung des natürlichen Zyklus
- Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
- Wirkverlust bei Erbrechen oder Durchfall
- Hohe Anfälligkeit für Anwendungsfehler
Hormonspirale
Die T-förmige Hormonspirale wird von einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt in die Gebärmutter eingesetzt. Die große Hormonspirale bietet einen langfristigen Verhütungsschutz für 5 Jahre, das kleinere Modell für 3 Jahre. Eine Hormonspirale sondert das gestagenhaltige Hormon Levonorgestrel ab und verhindert auf diese Weise, dass die Spermien bis zur Gebärmutter vordringen können. Zeitgleich wird der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut unterdrückt. Verhütung mit der Hormonspirale im Vergleich zur Pille erhält den Eisprung häufig und unterdrückt ihn meist nicht, da sie mit einem anderen Hormon verhütet. Der Abbau der Gebärmutterschleimhaut kann darüber hinaus die monatliche Regelblutung beeinflussen. Die Menstruation bleibt bei bis zu 30 % der Frauen ganz aus. Ebenso wie bei der Einnahme der Pille können bei der Hormonspirale systemische Nebenwirkungen auftreten: Kopfschmerzen, sexuelle Unlust, depressive Stimmung, Akne oder Gewichtszunahme etc.
- Kein Wirkverlust bei Erbrechen oder Durchfall
- Langfristiger Verschütungsschutz
- Eisprung bleibt häufig bestehen
- Systemische Nebenwirkungen möglich (ähnlich wie bei der Pille)
- Nicht geeignet bei flexibler Familienplanung
- Häufig zu groß für junge Frauen und Teenager
- Gewisses Risiko für Ausstoßung der Spirale (Expulsion)
Klassische Kupferspirale
Die T-förmige Kupferspirale ist eine hormonfreie Alternative zur Hormonspirale. Sie wird für 3 bis 5 Jahre in die Gebärmutter eingesetzt und bietet einen langfristigen Verhütungsschutz. Die Kupferspirale wirkt einerseits spermizid und ruft andererseits eine Fremdkörperreaktion hervor, die das Einnisten einer befruchteten Eizelle verhindert. Sie wird in die Gebärmutter eingeführt und mittels Widerhaken oder mit Querarmen (T) in der Gebärmutterhöhle gehalten. Da jede Gebärmutter unterschiedlich groß und geformt ist, kann die statische Form unter Umständen zu Fehlstellungen oder zu einem Verrutschen führen. Da die Kupferspirale hormonfrei ist, wird der natürliche Zyklus nicht beeinflusst und auch der Eisprung findet normal statt. Das bedeutet, dass sofort nach Entfernen der Kupferspirale die Möglichkeit besteht, schwanger zu werden. Allerdings kann die Kupferspirale eine verstärkte Monatsblutung hervorrufen.
- hormonfrei
- Langfristiger Verhütungsschutz
- Dein natürlicher Zyklus bleibt erhalten
- Verstärkte Menstruation möglich
- Risiko für Eileiterschwangerschaft
- Potenziell Schmerzen bei der Einlage
- Nebenwirkungen wie Unterleibsschmerzen und Rückenschmerzen möglich
Kupferkette GyneFIX®
Die Kupferkette GyneFIX® ist eine Weiterentwicklung der klassischen Kupferspirale und kombiniert die positiven hormonfreien Effekte der Kupferspirale mit einer flexiblen und innovativen Bauweise. Ihr diskretes Kettendesign sorgt für eine hohe Anpassungsfähigkeit. Während das starre T-Gerüst der klassischen Kupferspirale für viele Anwenderinnen zu groß ist und Probleme verursacht, hängt die Kupferkette flexibel in der Gebärmuttermitte und baumelt mit jeder Bewegung mit. Dank der hormonfreien Wirkweise greift sie nicht in den weiblichen Zyklus ein und auch dein Eisprung findet natürlich statt. Die Freisetzung von Kupferionen macht eindringende Spermien bewegungsunfähig. Zusätzlich verändert sich das Milieu der Gebärmutterschleimhaut und wird einnistungsunfreundlich. Mit dieser starken Doppelwirkung erzielt die Kupferkette als Verhütungsmittel ihre hohe Wirksamkeit. Da sich der natürliche Zyklus nicht verändert, bleibt auch die Fruchtbarkeit unbeeinflusst. Die Kupferkette eignet sich wegen ihrer kleinen Form auch hervorragend für junge Frauen, die noch keine Kinder geboren haben.
- hormonfrei
- Hohe Verhütungssicherheit
- Hohe Verträglichkeit
- Für junge Frauen und Teenager geeignet
- Dein natürlicher Zyklus bleibt erhalten
Erfahre hier mehr zu den Vorteilen der Kupferkette ›› Artikel lesen
- Potenziell stärkere Menstruation in den ersten sechs Monaten
- Schmerzen bei der Einlage möglich
Das Hormonstäbchen
- Du musst nicht jeden Tag daran denken
- Anwendungsfehler ausgeschlossen
- Häufig starke Nebenwirkungen
- Das Implantat kann wandern
- Dein natürlicher Zyklus geht verloren
Dreimonatsspritze
Die Dreimonatsspritze (Hormonspritze) wird alle drei Monate verabreicht und enthält dabei eine standardisierte Dosierung, die für alle Frauen gleich ist, also unabhängig von Körpergröße und Gewicht. Aufgrund ihrer starken Wirkung empfiehlt der Hersteller diese Verhütungsmethode jedoch vorrangig für Frauen, die ihre Familienplanung bereits abgeschlossen haben. Dies liegt daran, dass es bei langfristiger Anwendung möglicherweise zu einer dauerhaften Einschränkung der Fruchtbarkeit kommen kann, was die Chancen auf eine spätere Schwangerschaft verringert. Neben den Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit beeinflusst die Hormonspritze auch die Knochengesundheit: Eine langfristige Verabreichung der Hormonspritze kann den Knochenabbau beschleunigen, was das Risiko für Osteoporose erhöht. Frauen, die auf diese Methode setzen, sollten daher ihren Kalzium- und Vitamin-D-Spiegel regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls vorbeugende Maßnahmen für die Knochengesundheit in Betracht ziehen. Außerdem sind Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bei dieser Verhütung nicht ausgeschlossen. Kläre dies entsprechend vorab mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen ab.
- Kein Fremdkörper
- Anwendungsfehler ausgeschlossen
- Häufig starke Nebenwirkungen
- Einfluss auf die Größe der Geschlechtsorgane möglich
- Dein natürlicher Zyklus geht verloren
Hormonpflaster
Das Verhütungspflaster (Hormonpflaster) gehört zu den hormonellen Verhütungsmitteln. Es ist hautfarben und wird wie ein normales Pflaster auf die Haut geklebt. Dort gibt es Hormone in den Blutkreislauf ab, die eine Schwangerschaft verhindern. Die Wirkung des Verhütungspflasters entspricht der Pille, da das Hormonpflaster ebenfalls ein Kombinationspräparat ist. Das Pflaster kann sich lösen und der Verhütungsschutz kann dadurch beeinträchtigt werden. Anwendungsfehler und Wechselwirkungen mit Medikamenten sind zudem nicht auszuschließen. Es können die gleichen Nebenwirkungen auftreten wie bei der Anwendung der Pille: Kopfschmerzen, sexuelle Lustlosigkeit, depressive Verstimmung oder Brustspannen und mehr.
- Einmal aufgeklebt, musst du nicht täglich daran denken
- Kein Wirkverlust bei Erbrechen und Durchfall
- Das Pflaster ist sichtbar
- Hautreizungen möglich
- Schneller Wirkverlust, wenn das Pflaster sich löst
Verhütungscomputer
Verhütungscomputer richten sich entweder nach der Basaltemperatur oder dem LH-Hormonspiegel der Frau. Bei den Temperaturcomputern gibt es außerdem die Möglichkeit, symptothermal zu verhüten, also Fruchtbarkeitsmerkmale innerhalb des Zyklus einzubeziehen. Ein Zykluscomputer grenzt den Eisprung anhand bekannter Zyklusdaten (Temperatur und Fruchtbarkeitsmerkmale) ein.
- hormonfrei
- Kein Fremdkörper
- Unterstützung bei Kinderwunsch
- Dein natürlicher Zyklus bleibt erhalten
- Kontraindikation: Schichtdienst
- Nicht für Frauen mit unregelmäßigem oder anormal langem oder kurzem Zyklus geeignet
Du weißt bereits, dass du hormonfrei verhüten möchtest?
¹Bei den zum Pearl-Index angegebenen Daten handelt es sich um den typical-use Wert. Dieser Wert gibt die Sicherheit einer Verhütungsmethode unter realen Bedingungen an und schließt mögliche Anwendungsfehler mit ein. In unserem Beitrag zum Pearl-Index haben wir dir dazu alles im Detail erklärt.